Le Plume

Sprachschule. Gaststätte. Veranstaltungsort.

FILMPROJEKTION

SAMSTAG, DEN 26. 10.2019

La Villette

Regie: Gerd Kroske, 53 Min., fa, Dokumentarfilm
Deutsche Demokratische Republik (DDR)
DEFA-Studio für Dokumentarfilme GmbH, 1990

Kurzinhalt

Im 19. Arrondissement von Paris, im Quartier La Villette, welches im 19. und 20. Jahrhundert von zahlreichen Fabriken, dem Viehmarkt und den Schlachthäusern geprägt war, entstand Mitte der achtziger Jahre eine Parkanlage mit Ausstellungsbauten. Zu Beginn des Jahres 1990 präsentieren dort 200 Künstler aus der DDR, deren ambitionierte Arbeiten bis zur Wende im Herbst 1989 kaum einen Weg in die Öffentlichkeit im eigenen Land erhalten hatten, an drei Tagen bildende Kunst, Literatur, Musik, Tanz und machen Aktionskunst erlebbar.

Gerd Kroskes Film „La Villette“ begleitet die Ausstellungsmacher, führt Interviews mit ihnen und mit den Künstlern. Unter ihnen der Maler Strawalde, bekannt als Dokumentarfilmregisseur Jürgen Böttcher. Strawalde ist zu Beginn des Films in seiner Berliner Wohnung zu sehen, wo er einige seiner Bilder zeigt und über seine Arbeit spricht und wird während der Ausstellung „L’AUTRE ALLEMAGNE HORS LES MURS“ in Paris bei der künstlerischen Arbeit begleitet. Weitere Künstler, die sich und ihre Arbeiten dem Pariser Publikum präsentieren sind u.a. die Tänzerin Conny Hege, der Maler Klaus Killisch, der Maler Volker Henze, die Malerin Trakia Wendisch, die Fotografin Helga Paris, die Gruppe „Sandow“, die Aktionskünstlerin Helga Paris und die „Autoperforationsartisten“.

Neben der Beschäftigung mit den Künstlern, ihren Arbeiten und den Möglichkeiten der Pariser Ausstellung, nicht nur eine kulturelle und künstlerische Ausstellung, sondern auch eine politische Ausstellung zu präsentieren, gelingt in „La Villette“ auch eine Auseinandersetzung mit dem Ort, und seiner Historie. Filmausschnitte aus „Le Sang des Bêtes“ (1949, R: Georges Franju) und Sequenzen von Fahrten durch Pariser Straßen, unterlegt mit Zitaten aus „Die Gesänge des Maldoror“ von Lautreamont (Pseudonym für Isidore Lucien) erschaffen dabei eine weitere Ebene und eröffnen einen Dialog.

Kurzinhalt (Englisch)

Paris’ 19th Arrondissement, the quarter „La Villette“. Characterised during the 19th and 20th Centuries by its multitude of factories, slaughterhouses, and a cattle market, in the mid-eighties it became home to a park with an exhibition ground.

For three days at the beginning of the nineties, 200 artists from the GDR showcased their visual art, literature, music, dance and performance art there. Until the German reunification in the autumn of 1989, their ambitious works had barely found a way into the public eye of the GDR.

Gerd Kroske accompanies this extraordinary exhibition project. He shows the exhibition’s organisers, conducts interviews with them and with the artists, amongst whom is the painter Strawalde, famous as the film director Jürgen Böttcher. Strawalde can be seen at the beginning of the film in his Berlin flat, where he shows his own art and talks about his work, and is shown at work during the exhibition „L’AUTRE ALLEMAGNE HORS LES MURS“ in Paris.

Further artists who present their work to the Parisian audience are, amongst others, dancer, Conny Hege, artists, Klaus Killisch, Volker Henze and Trakia Wendisch, photographer and performance artist, Helga Paris, and the groups „Sandow“ and the „Autoperforationsartisten“.

Quelle: https://www.defa-stiftung.de/filme/filmsuche/la-villette/

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